Atelier Verlag

Der Atelier Verlag wurde 1982 in Köln gegründet. Hier erscheint die auflagenstärkste Kunstzeitschrift (kunst:art), die größte Fachzeitschrift für professionelle Künstler (Atelier) und das Magazin kunnst, das sich insbesondere an Kunstsammler richtet!

Bei uns steht die Kunst im Mittelpunkt: 22.11.2015 – 17.1.2016, Kunstpreis Robert Schuman 2015, Stadtmuseum Simeonstift II, Abb. Clément Richem, Oasis, 2013
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Kommentar

Was ist der Gesellschaft zeitgenössische Kunst wert?

Zur Weihnachtszeit häufen sich – an sich ja eine gute Sache – die Kunstauktionen für einen guten Zweck. Auch wir bekommen dann immer wieder Anfragen, ob man darüber nicht mal berichten wolle. Der Haken ist in der Regel, dass die Ausrichter ganz erstaunt sind, dass man das Procedere gerne erklärt bekäme. In der Regel läuft nämlich eine solche Auktion so ab: Das Auktionshaus oder ein Verein macht seine normale Arbeit und versteigert die Kunstobjekte, der Käufer zahlt Geld für einen guten Zweck und erhält obendrein noch ein Kunstwerk seiner Wahl und der Künstler soll ein Bild hergeben und bekommt nichts dafür. Merken Sie etwas? […]

kunst:art 52, Seite 2

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Entsetzliche Perfektion

Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zeigt Goyas Kriegsschrecken Karolina Wrobel

Es war 1808, als der Künstler Francisco de Goya von einem spanischen General mitten im Krieg gegen Bonaparte eingeladen wurde, die belagerten Einwohner der Stadt in seinen Bildern festzuhalten. Es war das einzige Mal, dass sich Goya selbst ein Bild von den Schrecken des Krieges machte. Viel eindringlicher mögen auf ihn die Berichte seiner Zeitgenossen gewirkt haben: So schuf Francisco de Goya zwischen 1810 und 1816 in dem heute als “Los desastres de la guerra” bekannten Zyklus 82 Radierungen, welche in ihrer entsetzlichen Perfektion die Gräuel des Krieges zeigen: Auf beeindruckend vehemente Weise klagt der Künstler vor allem die gewalttätige Zerstümmelung und Zerstörung im Volk an, die ein Krieg anrichtet. […]

kunst:art 52, Seite 4

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Zukunftsarchälogie

Julian Charrière im Mönchehaus Museum Goslar Liane Wendt Liane Wendt

Man könnte Charrière als künstlerischen Forscher bezeichnen. Als einen, der Fragen aufwirft und dem Betrachter seine ganz eigene Antwort finden lässt. Charrières Arbeiten sind nicht wertend oder belehrend, sondern sollen den Betrachter anregen, sich mit dem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen. Charrières befasst sich immer mit hoch aktuellen Themen, die jedoch im täglichen Leben oft übersehen werden. Das macht ihn zu einem der spannenden jungen Künstler unserer Zeit. Er selbst bezeichnet sich als Zukunftsarchäologen, frei nach Ballards Idee, der Schlüssel zur Zukunft liege in der Gegenwart. Mit Präzision, Sorgfalt und einem Blick für das Detail sucht er seine Themen und führt seine Arbeiten aus. […]

kunst:art 52, Seite 6

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Geisterdschungel

Symbolistisch verrätselte Kunst im Clemens Sels Museum Sabine Scheltwort

Ein Flussdampfer schiebt sich langsam durch ein Dickicht aus bunten Schlingpflanzen. Es scheint heiß und feucht zu sein, auf dem oberen Deck sitzt ein Mann erschöpft auf einem Schemel. Das Steuerrad ist verwaist. Auf dem unteren Deck hält ein Schwarzer eine Gitarre in der Hand, auf dem mittleren unterhalten sich zwei Figuren, das Innere des Schiffs ist schwarz. 1990 malte Peter Doig das große Ölbild „Okahumkee (Some other People’s Blues“). Die Atmosphäre ist drückend, man glaubt die Hitze und unerträgliche Luftfeuchtigkeit zu spüren. Der Betrachter fühlt sich zugleich vom Bild angezogen und abgeschreckt. Es scheint eine Reise ins Herz der Finsternis zu sein, ein Geisterdschungel, in dem die Schlingpflanzen in wilden Farben herabhängen und den Dampfer offenbar zum Stillstand gebracht haben. Der munteren Farbigkeit zum Trotz liegt auch über Doigs Bild ohne Titel von 1982 eine Anmutung der Bedrohung. Ein moderner apokalyptischer Reiter in Cowboy-Kluft schwebt grinsend auf einem Schimmel über eine amerikanische Straßenlandschaft mit Woolworth, Leuchtreklamen und Straßenschlitten. Unter ihm krümmen sich zwei fast transparente Figuren, die zu fliehen scheinen.

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kunst:art 52, Seite 33

• Zielgruppe: Kunstinteressierte
• Auflagenstärkste Kunstzeitschrift
• höchste Verbreitung
• Qualitätsjournalismus


Seit 2008, zweimonatlich
Auflage: 253.100 (IVW, 1. Quartal 2017)
Einzelpreis: kostenlos

• Zielgruppe: Kunstsammler
• ausführliche Artikel
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• Exklusiv: Rundgänge


Seit 2013, dreimonatlich
Auflage: 12.000
Einzelpreis: 8 Euro

• Zielgruppe: Künstler
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• Professionalisierungstipps
• Kunst und Recht


Seit 1982, zweimonatlich
Auflage: 10.000
Einzelpreis: 5 Euro